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Donnerstag, 26. September 2019
4. Woche (Football-Game, Thrift Shop, Crosscountry)
lottixn, 19:04h
Am Donnerstag bin ich dann noch mit Paulas Gastfamilie zu Costco, einem Großmarkt gefahren. Aber da wir den Truck von denen genommen haben, den sie nur selten benutzen, ist uns dann auf halber Strecke das Benzin ausgegangen und wir sind liegengeblieben. Und der Service, den sie angerufen hat, um neues Benzin zu bekommen hat anderthalb Stunden gebraucht. Mit einem hungrigen 4-jährigen im Auto. Das war ein Spaß…
Am Freitag war auch hier im kleinen Kamloops eine Fridays for Future Demonstration. Dort bin ich mit Paula hingegangen. Doch ich Berlinerin bin ja riesige Demos gewöhnt, mit bis zu 20.000 Leuten. Das Bild unten zeigt das gesamte Ausmaß der Demo in Kamloops. War aber trotzdem eine Erfahrung. Paula sagt immer, wir müssen alles mitnehmen an Erfahrungen, die wir hier überhaupt nur machen können.

Samstags war ich wieder mit Paulas Familie unterwegs, diesmal mit vollem Tank. Wir sind runter an den Fluss gefahren und haben da einen kleinen Spaziergang gemacht, wo wir eine wilde Rehfamilie gesehen haben, ein junges und zwei ausgewachsene.

Danach sind wir zum Superstore gefahren (kanadischer Riesen-Supermarkt), wo ich mir die glutenfreie Auswahl angeguckt habe. Und es gab echt viel!! Aber ich werde zum Thema Supermärkte noch einen eigenen Blogeintrag posten.
Am Samstagabend haben wir mit den anderen Internationals ein Footballspiel der „Kamloops Broncos“ gegen irgendwelche Raiders gesehen. Und sie haben ihre Serie an Niederlagen fortgesetzt. Aber die Stimmung war trotzdem super, es wurde zum Beispiel immer auf der Tribüne getrampelt, wenn irgendetwas Gutes passiert ist, oder es wurde laut DEFENCE gerufen. Das Ding war nur, dass viele Internationals die Regeln nicht kannten. Ich kann sie Gott sei Dank wegen meines Gastvaters, der mir diese schon in der ersten Woche, die ich dort war, erklärt hat. Deswegen konnte ich ein paar Leuten aushelfen, damit es für sie nicht nur wie eine riesige Massenschlägerei für nur ein paar Sekunden aussieht, dann eine Minute Pause und wieder alle aufeinander.

Eine weitere Sache war, dass ich wohl vergessen habe, dass ich hier in Kanada bin und es ganz schnell arschkalt wird. Tagsüber war es nämlich kurze Hosen Wetter. An dem Abend wurde es aber so kalt, dass man dort in einer fetten Winterjacke und Wollsocken hätte sitzen können. Wir haben uns jedenfalls den Arsch abgefroren.
Alle Kanadier hier haben es anscheinend nicht so mit Kälte: Morgens an der Bushaltestelle bei 12 Grad. Ich in Pulli und meiner momentan dicksten Jacke (ich muss mir dringend wärmere Sachen kaufen gehen, nächste Woche soll es hier nämlich bis zu 2 Grad kalt werden.) Manche Kanadier in T-Shirt und Hose bis zu den Knien. Oder beim Crosscountry Morgen-Training. Vielleicht 9 Grad und alle in komplett kurzer Hose und T-Shirt! Bei dem Football Spiel waren jedenfalls auch ein paar Leute in kurzen Sachen. Ein Mädchen habe ich sogar in kurzem Rock und bauchfreiem Top gesehen!
In Kanada gibt es kein Gesetz, das vorschreibt wann man als Jugendlicher zu Hause sein muss. Da geben die Eltern die Regeln vor. Und meine Eltern sind total entspannt damit, solange ich ihnen immer schreibe wo ich gerade bin und wann ich ungefähr Zuhause sein werde. Nach dem Footballspiel waren wir dann nämlich noch zum Auftauen bei Tim Hortens und haben eine schön warme Heiße Schokolade (aus selbstmitgebrachter Tasse) getrunken. Und es wurde relativ spät, was bei mir ja kein Problem war. Nur eine aus unserer Gruppe hatte ein Missverständnis mit ihrer Gastmutter und das sah nicht so gut aus. Ich habe dann beim Schreiben geholfen, um die Situation nicht zu verschlimmern. Ich bin echt froh mit meiner Gastfamilie, dass sie so entspannt dabei sind.
Am Sonntag war ich mit ein paar Freunden in einem riesigen Thrift Shop. Um meinen Bruder an dieser Stelle mal eifersüchtig zu machen, weil er Thrift Shopping liebt und ich weiß, dass er sich wünscht unbedingt mal in einen riesigen zu gehen. Es gab dort alles. Alle möglichen gebrauchten Klamotten, die man sich nur vorstellen kann. Gebrauchte Schuhe, Geschirr, Küchengeräte etc.
Ich habe die ganze letzte Woche eine „Technology Challenge“ gemacht für meinen Leadership Kurs. Das hieß kein Social Media in irgendeiner Form, Kein Fernsehen, keine Computerspiele oder sowas, und kein Netflix. Das war echt hart, vorallem weil wir ein verlängertes Wochenende hatten und ich teilweise echt nicht wusste was ich machen kann. Aber es ging eigentlich, ich habe einfach viel gelesen, etwas gebacken (was echt ewig gedauert hat, weil ich nichts in dieser Küche gefunden habe!) usw.
Montags hatten wir trotz Schulfrei morgens Cross Country Training. Hier zwei Bilder von unserer normalen Übungsstrecke.


Am Mittwoch hatte ich dann mein zweites Rennen in Clearwater, anderthalb Stunden von Kamloops entfernt. Mitten im Nirgendwo bei einer einsamen Holzhütte mit einem Kamin. Die Strecke war so schön. Und es war definitiv „Cross Country“: Der Weg matschig, teilweise durch hohes Gestrüpp, über Stock und Stein, einmal über eine Holzplanke, Berg hoch und runter mitten im Wald, teilweise an einem Fluss entlang. Der Weg toppt auf jeden Fall den von letzter Woche, wo wir unten am Fluss entlang sind und einen Blick auf die Berge, von der Abendsonne beschienen, hatten.
Dort sind wir mit einem von den gelben Schulbussen hingefahren. Von außen sehen die ja echt cool aus, aber von innen sind sie wirklich unbequem. Man will definitiv nicht anderthalb Stunden hin und zurück darin verbringen! Ich wurde jedenfalls wieder dritter Platz! :)
Am Freitag war auch hier im kleinen Kamloops eine Fridays for Future Demonstration. Dort bin ich mit Paula hingegangen. Doch ich Berlinerin bin ja riesige Demos gewöhnt, mit bis zu 20.000 Leuten. Das Bild unten zeigt das gesamte Ausmaß der Demo in Kamloops. War aber trotzdem eine Erfahrung. Paula sagt immer, wir müssen alles mitnehmen an Erfahrungen, die wir hier überhaupt nur machen können.

Samstags war ich wieder mit Paulas Familie unterwegs, diesmal mit vollem Tank. Wir sind runter an den Fluss gefahren und haben da einen kleinen Spaziergang gemacht, wo wir eine wilde Rehfamilie gesehen haben, ein junges und zwei ausgewachsene.

Danach sind wir zum Superstore gefahren (kanadischer Riesen-Supermarkt), wo ich mir die glutenfreie Auswahl angeguckt habe. Und es gab echt viel!! Aber ich werde zum Thema Supermärkte noch einen eigenen Blogeintrag posten.
Am Samstagabend haben wir mit den anderen Internationals ein Footballspiel der „Kamloops Broncos“ gegen irgendwelche Raiders gesehen. Und sie haben ihre Serie an Niederlagen fortgesetzt. Aber die Stimmung war trotzdem super, es wurde zum Beispiel immer auf der Tribüne getrampelt, wenn irgendetwas Gutes passiert ist, oder es wurde laut DEFENCE gerufen. Das Ding war nur, dass viele Internationals die Regeln nicht kannten. Ich kann sie Gott sei Dank wegen meines Gastvaters, der mir diese schon in der ersten Woche, die ich dort war, erklärt hat. Deswegen konnte ich ein paar Leuten aushelfen, damit es für sie nicht nur wie eine riesige Massenschlägerei für nur ein paar Sekunden aussieht, dann eine Minute Pause und wieder alle aufeinander.

Eine weitere Sache war, dass ich wohl vergessen habe, dass ich hier in Kanada bin und es ganz schnell arschkalt wird. Tagsüber war es nämlich kurze Hosen Wetter. An dem Abend wurde es aber so kalt, dass man dort in einer fetten Winterjacke und Wollsocken hätte sitzen können. Wir haben uns jedenfalls den Arsch abgefroren.
Alle Kanadier hier haben es anscheinend nicht so mit Kälte: Morgens an der Bushaltestelle bei 12 Grad. Ich in Pulli und meiner momentan dicksten Jacke (ich muss mir dringend wärmere Sachen kaufen gehen, nächste Woche soll es hier nämlich bis zu 2 Grad kalt werden.) Manche Kanadier in T-Shirt und Hose bis zu den Knien. Oder beim Crosscountry Morgen-Training. Vielleicht 9 Grad und alle in komplett kurzer Hose und T-Shirt! Bei dem Football Spiel waren jedenfalls auch ein paar Leute in kurzen Sachen. Ein Mädchen habe ich sogar in kurzem Rock und bauchfreiem Top gesehen!
In Kanada gibt es kein Gesetz, das vorschreibt wann man als Jugendlicher zu Hause sein muss. Da geben die Eltern die Regeln vor. Und meine Eltern sind total entspannt damit, solange ich ihnen immer schreibe wo ich gerade bin und wann ich ungefähr Zuhause sein werde. Nach dem Footballspiel waren wir dann nämlich noch zum Auftauen bei Tim Hortens und haben eine schön warme Heiße Schokolade (aus selbstmitgebrachter Tasse) getrunken. Und es wurde relativ spät, was bei mir ja kein Problem war. Nur eine aus unserer Gruppe hatte ein Missverständnis mit ihrer Gastmutter und das sah nicht so gut aus. Ich habe dann beim Schreiben geholfen, um die Situation nicht zu verschlimmern. Ich bin echt froh mit meiner Gastfamilie, dass sie so entspannt dabei sind.
Am Sonntag war ich mit ein paar Freunden in einem riesigen Thrift Shop. Um meinen Bruder an dieser Stelle mal eifersüchtig zu machen, weil er Thrift Shopping liebt und ich weiß, dass er sich wünscht unbedingt mal in einen riesigen zu gehen. Es gab dort alles. Alle möglichen gebrauchten Klamotten, die man sich nur vorstellen kann. Gebrauchte Schuhe, Geschirr, Küchengeräte etc.
Ich habe die ganze letzte Woche eine „Technology Challenge“ gemacht für meinen Leadership Kurs. Das hieß kein Social Media in irgendeiner Form, Kein Fernsehen, keine Computerspiele oder sowas, und kein Netflix. Das war echt hart, vorallem weil wir ein verlängertes Wochenende hatten und ich teilweise echt nicht wusste was ich machen kann. Aber es ging eigentlich, ich habe einfach viel gelesen, etwas gebacken (was echt ewig gedauert hat, weil ich nichts in dieser Küche gefunden habe!) usw.
Montags hatten wir trotz Schulfrei morgens Cross Country Training. Hier zwei Bilder von unserer normalen Übungsstrecke.


Am Mittwoch hatte ich dann mein zweites Rennen in Clearwater, anderthalb Stunden von Kamloops entfernt. Mitten im Nirgendwo bei einer einsamen Holzhütte mit einem Kamin. Die Strecke war so schön. Und es war definitiv „Cross Country“: Der Weg matschig, teilweise durch hohes Gestrüpp, über Stock und Stein, einmal über eine Holzplanke, Berg hoch und runter mitten im Wald, teilweise an einem Fluss entlang. Der Weg toppt auf jeden Fall den von letzter Woche, wo wir unten am Fluss entlang sind und einen Blick auf die Berge, von der Abendsonne beschienen, hatten.
Dort sind wir mit einem von den gelben Schulbussen hingefahren. Von außen sehen die ja echt cool aus, aber von innen sind sie wirklich unbequem. Man will definitiv nicht anderthalb Stunden hin und zurück darin verbringen! Ich wurde jedenfalls wieder dritter Platz! :)
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Donnerstag, 19. September 2019
3. Schulwoche
lottixn, 18:52h
Am Freitag in Dance haben wir so „shoulder-rolls“ gemacht. Davon habe ich einen riesigen blauen Fleck an meiner Schulter bekommen und zwei am unteren Rücken vom Aufkommen. Körpereinsatz ist auf jeden Fall da. Die nächste Woche über haben wir jeden Tag eine neue Choreo gelernt von professionellen Tanzlehrern. Die erste war auch echt gut, aber die nächste wusste immer nicht wie die Choreo weitergeht und hat am ersten Tag eine zu einfache mit uns gemacht und am Mittwoch eine viel zu schwere, die außer drei oder vier Leute niemand hinbekommen hat! Das war echt deprimierend… Aber ansonsten würde ich sagen, dass, dafür das ich vorher noch nie getanzt habe, ich immer besser werde!
Am Wochenende war ein Grillen mit allen Internationals. Das war echt total cool, weil man mit Leuten aus Mexiko, Brasilien, Korea, Japan, China, Italien und und und reden konnte, sich kennenlernen konnte usw. Zum Beispiel eine Chinesin, die auch Zöliakie hatte, die ich am Buffet bei den glutenfreien Produkten getroffen habe. Einer Japanerin habe ich meine (sehr geringen) japanisch Skills aus der einen Woche Japanisch-Unterricht die ich hatte vorgeführt. Sie war echt beeindruckt! Ein Italiener hat versucht das wenige Deutsch, das er mal im Unterricht gelernt hatte, anzuwenden. Dann haben wir, weil wir so viele Deutsche und Brasilianer waren, Fußball gegeneinander gespielt, Deutschland gegen Brasilien. Ging leider nicht 7:1 aus… Ach, und was wir dann auch noch gelernt haben, war unseren Namen zu tanzen. Weil eine dort ging in Deutschland auf eine Waldorfschule. Und sie hat uns allen gezeigt wie man unsere Namen tanzt. Also ich kann jetzt schon mal sagen, wenn mich jemand ragt, was ich in Kanada alles so gelernt habe: Ich kann meinen Namen tanzen!
Als dann die deutschen Jungs ihre Musik ausgepackt haben und diese über die riesige Box abgespielt haben, wurde es peinlich. Gut, dass niemand so richtig den Text verstanden hat. Außer vielleicht ein paar Wörter, wie Alkohol oder Bier…
Danach sind wir in einer riesigen Gruppe an Deutschen zu einem Jahrmarkt gegangen. Die große Gruppe hat sich aber so langsam aufgelöst und am Ende waren nur noch Luca, ein Junge, der in unserer sogenannten Chlorgruppe Mitglied ist (Wir von Do-It, die am Vancouver Flughafen zusammen saßen und stundenlang über Chlor geredet haben, nennen uns so), ein zweiter Junge, der wirklich nett war, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß, noch nie wusste und Paula, das Mädchen, das mit mir auf die gleiche Schule geht. Wir haben dann die drei coolsten Attraktionen ausprobiert. Und man muss sagen, dass Sicherheit hier nicht Großgeschrieben wird… Die beste Fahrt war eine in einem Käfig, wo man einfach nur drin stand und sich selber irgendwie festhalten musste, während dieser vorwärts, rückwärts, über Kopf und sonst wie rumgeschleudert wurde. Dann haben wir uns noch sogenannte "Candy Apples" gegönnt.

Anschließend sind wir in die Mall direkt daneben gegangen, wo wir zu den anderen wieder gestoßen sind. Wir hatten echt Spaß und ich freue mich darauf, alle Leute (nicht nur die Deutschen, auch die ganzen anderen vom Grillen) bei den ganzen Internationalen Aktivitäten wiederzusehen. Am Ende haben Paule und ich uns noch unsere Nägel machen lassen. Die sie sich im Übrigen bei ihren zweimal Sport am Tag, nach drei Tagen, wieder abschneiden musste, da sie sich einen abgebrochen hatte. Mitsamt ihres echten Nagels und sehr viel Blut.
Am Dienstag habe ich Jordan, mit der ich fast immer meine Pausen verbringe, eine kleine Deutschstunde gegeben. Also das übliche: Hallo, wie geht es dir? Mir geht es gut, und dir? Mir auch, danke. Das war echt lustig, weil Kanadier ein paar Laute die wir benutzen nicht richtig aussprechen können. Sie hat sich das wie folgt notiert: Hallo, v get s deer? Mer get s gut und deer? Mer auch*stupid sound i can’t do*.
Am Mittwoch hatte ich dann Cross Country Race-day. Ich wurde von den Senior Girls dritte!! Gut, ich bin auch echt verreckt während dem laufen und danach. Ich habe aber leider nichts dafür bekommen. Nur einen kleinen Applaus. Man konnte $130 Schuhe gewinnen oder auch nur Kleinigkeiten, wenn man zufällig aus allen Teilnehmern gezogen wurde. Luca, den ich dort zufällig getroffen haben, hat sogar was gewonnen! Und ich nicht! Pfff…
Viele hier kommen nach der Mittagspause zurück mit sehr bunten Getränken. Jordan meinte, die sind typisch Kanadisch und echt gut. So ähnlich wie Slushies. Donnerstags sind Paula und ich dann zur Tankstelle gegangen und haben uns die geholt. Und es war echt widerlich… Zucker und Chemie, Geschmacksverstärker und Farbstoff. Das sind wohl die Zutaten, in dieser Reihenfolge.

Am Wochenende war ein Grillen mit allen Internationals. Das war echt total cool, weil man mit Leuten aus Mexiko, Brasilien, Korea, Japan, China, Italien und und und reden konnte, sich kennenlernen konnte usw. Zum Beispiel eine Chinesin, die auch Zöliakie hatte, die ich am Buffet bei den glutenfreien Produkten getroffen habe. Einer Japanerin habe ich meine (sehr geringen) japanisch Skills aus der einen Woche Japanisch-Unterricht die ich hatte vorgeführt. Sie war echt beeindruckt! Ein Italiener hat versucht das wenige Deutsch, das er mal im Unterricht gelernt hatte, anzuwenden. Dann haben wir, weil wir so viele Deutsche und Brasilianer waren, Fußball gegeneinander gespielt, Deutschland gegen Brasilien. Ging leider nicht 7:1 aus… Ach, und was wir dann auch noch gelernt haben, war unseren Namen zu tanzen. Weil eine dort ging in Deutschland auf eine Waldorfschule. Und sie hat uns allen gezeigt wie man unsere Namen tanzt. Also ich kann jetzt schon mal sagen, wenn mich jemand ragt, was ich in Kanada alles so gelernt habe: Ich kann meinen Namen tanzen!
Als dann die deutschen Jungs ihre Musik ausgepackt haben und diese über die riesige Box abgespielt haben, wurde es peinlich. Gut, dass niemand so richtig den Text verstanden hat. Außer vielleicht ein paar Wörter, wie Alkohol oder Bier…
Danach sind wir in einer riesigen Gruppe an Deutschen zu einem Jahrmarkt gegangen. Die große Gruppe hat sich aber so langsam aufgelöst und am Ende waren nur noch Luca, ein Junge, der in unserer sogenannten Chlorgruppe Mitglied ist (Wir von Do-It, die am Vancouver Flughafen zusammen saßen und stundenlang über Chlor geredet haben, nennen uns so), ein zweiter Junge, der wirklich nett war, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß, noch nie wusste und Paula, das Mädchen, das mit mir auf die gleiche Schule geht. Wir haben dann die drei coolsten Attraktionen ausprobiert. Und man muss sagen, dass Sicherheit hier nicht Großgeschrieben wird… Die beste Fahrt war eine in einem Käfig, wo man einfach nur drin stand und sich selber irgendwie festhalten musste, während dieser vorwärts, rückwärts, über Kopf und sonst wie rumgeschleudert wurde. Dann haben wir uns noch sogenannte "Candy Apples" gegönnt.

Anschließend sind wir in die Mall direkt daneben gegangen, wo wir zu den anderen wieder gestoßen sind. Wir hatten echt Spaß und ich freue mich darauf, alle Leute (nicht nur die Deutschen, auch die ganzen anderen vom Grillen) bei den ganzen Internationalen Aktivitäten wiederzusehen. Am Ende haben Paule und ich uns noch unsere Nägel machen lassen. Die sie sich im Übrigen bei ihren zweimal Sport am Tag, nach drei Tagen, wieder abschneiden musste, da sie sich einen abgebrochen hatte. Mitsamt ihres echten Nagels und sehr viel Blut.
Am Dienstag habe ich Jordan, mit der ich fast immer meine Pausen verbringe, eine kleine Deutschstunde gegeben. Also das übliche: Hallo, wie geht es dir? Mir geht es gut, und dir? Mir auch, danke. Das war echt lustig, weil Kanadier ein paar Laute die wir benutzen nicht richtig aussprechen können. Sie hat sich das wie folgt notiert: Hallo, v get s deer? Mer get s gut und deer? Mer auch*stupid sound i can’t do*.
Am Mittwoch hatte ich dann Cross Country Race-day. Ich wurde von den Senior Girls dritte!! Gut, ich bin auch echt verreckt während dem laufen und danach. Ich habe aber leider nichts dafür bekommen. Nur einen kleinen Applaus. Man konnte $130 Schuhe gewinnen oder auch nur Kleinigkeiten, wenn man zufällig aus allen Teilnehmern gezogen wurde. Luca, den ich dort zufällig getroffen haben, hat sogar was gewonnen! Und ich nicht! Pfff…
Viele hier kommen nach der Mittagspause zurück mit sehr bunten Getränken. Jordan meinte, die sind typisch Kanadisch und echt gut. So ähnlich wie Slushies. Donnerstags sind Paula und ich dann zur Tankstelle gegangen und haben uns die geholt. Und es war echt widerlich… Zucker und Chemie, Geschmacksverstärker und Farbstoff. Das sind wohl die Zutaten, in dieser Reihenfolge.

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Donnerstag, 12. September 2019
Eine neue Schulwoche
lottixn, 20:37h
Eine Stunde nachdem ich den letzten Blog veröffentlicht habe, kam in den Nachrichten, dass hier eine Grundschule in Flammen stand. Sie ist komplett abgebrannt. Gott sei Dank ist das nicht während der Schulzeit passiert. Schlimm genug, dass die meisten Dinge der Kinder und Lehrer jetzt weg sind. Denn hier lässt man alles, was man nicht zu Hause braucht in der Schule. Also das ganze Schulmaterial der Schüler, alles Lehrmaterial der Lehrer, deren Laptops, Sportzeugs der Kids und sämtliche Sportgerät. Ich habe gehört, dass eine Klasse sogar ein Kaninchen gehalten hatte. In Leadership organisieren wir jetzt dafür Spendenaktionen und überlegen uns andere Dinge, die wir für die Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrer machen können.
Mit einem Mädchen aus Dance verbringe ich seit Montag immer die Pausen. Wir laufen dann immer im Kreisel durch die Schule, die ist nämlich in einem Kreis aufgebaut und diesen laufe wir. Das machen wohl alle so. Sie ist echt super nett, wir verstehen uns echt gut.
Es gab die letzte Woche sogenannte Try-Outs für Volleyball, wenn man diese Saison dies spielen will. Das ist im Übrigen auch die einzige Möglichkeit sich sportlich zu betätigen von der Schule aus. Dachte ich zumindest. Die vom Volleyball Try-Out meinte jedenfalls, dass wenn ich das noch nie gemacht habe (was ich nicht habe), dann werde ich höchstwahrscheinlich auch nicht ins Team reinkommen. Sie hat mich dann zu Cross-Country verwiesen. Dort laufen wir in der Wildnis oder auf Wanderwegen. Aber kein lockeres Tempo, nein. Wir joggen teilweise schneller als ich es gewohnt bin auf ebener Strecke zu laufen. Nur halt hoch und runter - und wieder hoch. Das erste Training am Freitag war so schlecht, dass ich wirklich unmotiviert war danach. Aber ich habe mich dazu motiviert, es durchzuziehen. Denn es ist nur gut für mich und auch besser, als nur zu Hause zu sitzen. Außerdem gibt es 6 Rennen, an denen man Teilnehmen kann und etwas gewinnen kann. Training ist drei Mal pro Woche, einmal sogar vor der Schule von sieben bis acht. Am Wochenende war ich noch einmal laufen und die Trainingseinheiten am Montag und Mittwoch waren schon viel besser, sie haben mir echt Spaß gemacht!
Am Wochenende war ich mit den anderen Deutschen in der Stadt. Auch wenn es nicht gut ist, einen Tag nur Deutsch untereinander zu reden… Wir haben uns über unsere erste Woche ausgetauscht, auf dem Weg zwei weitere Deutsche getroffen, eine von denen ist auf meiner Schule, der andere kannte Luca. Dann waren wir Poutine essen in der „besten Poutinerie Kamloops“, wie mein Gastbruder meinte. Außerdem haben wir ein paar typisch kanadische Läden und Supermärkt ausprobiert. Wir sind echt eine coole Truppe 😊.
Wegen meines Japanisch-Kurses: Ich habe jetzt zu „creative writing 10“ getauscht, ein Englisch-Kurs, damit ich erstmal ein bisschen besser werde mit der englischen Sprache und dem Schreiben. Außerdem habe ich so einen besseren Ausgleich zwischen erstem und zweitem Semester, sodass ich nicht im zweiten Semester jeden Tag eine Tonne Hausaufgaben machen muss. Und ich habe eine freie Stelle nächstes Semester, wo ich noch einen Kurs reinschieben kann. Also wenn ich mich dazu entscheide, Fotografie zu machen, backen zu nehmen oder nochmal Leadership zu belegen oder so. Der Englischkurs ist jedenfalls ganz cool, wir schreiben halt wirklich viel, der Lehrer gibt uns ein Schlagwort und wir können kreativ sein, schreiben was wir wollen!
Heute ist der Geburtstag von meinem Gastbruder Max. Leslie, meine Gastmutter, hat einen Oreo-Cheesecake gemacht! Darauf freue ich mich schon den ganzen Tag. Außerdem haben wir in Foods heute Muffins gebacken und die Lehrerin hat extra für mich glutenfreies Mehl gekauft! Yey. Außerdem habe ich jetzt auch ein Geschenk für Max! Er hat nämlich auch Zöliakie: Einen wundervollen Lemon-Rasberry-Muffin, selbstgebacken! Die Tradition hier ist, dass jeder dem Geburtstagskind drei Dinge sagt, die er an ihr mag. Wünscht mir Glück dabei… Ich bin nicht besonders gut in so etwas. Ich glaube die haben hier so ein Ding für sowas. Denn im Dance-Kurs machen wir das auch oft: Irgendeiner Person sagen, was sie heute gut gemacht hat oder was man an ihr mag. Apropos Dance: Es läuft ganz okay, Montag bis Mittwoch haben wir nur Jazz gemacht, was ich gar nicht hinbekomme. Ich glaube, ich bin die einzige dort, die noch nie zuvor getanzt hat… Aber heute haben wir eine Hip-Hop Combo gelernt, das war echt cool und hat super viel Spaß gemacht.
Ich habe das Gefühl, das ich mich so langsam richtig einlebe, in meine tolle Familie, in den Schulalltag etc. Es läuft bisher jedenfalls alles super. Ich habe mich btw dazu entschieden den Blog (soweit ich es schaffe) jeden Donnerstag zu updaten. Danke fürs lesen! 😊
Mit einem Mädchen aus Dance verbringe ich seit Montag immer die Pausen. Wir laufen dann immer im Kreisel durch die Schule, die ist nämlich in einem Kreis aufgebaut und diesen laufe wir. Das machen wohl alle so. Sie ist echt super nett, wir verstehen uns echt gut.
Es gab die letzte Woche sogenannte Try-Outs für Volleyball, wenn man diese Saison dies spielen will. Das ist im Übrigen auch die einzige Möglichkeit sich sportlich zu betätigen von der Schule aus. Dachte ich zumindest. Die vom Volleyball Try-Out meinte jedenfalls, dass wenn ich das noch nie gemacht habe (was ich nicht habe), dann werde ich höchstwahrscheinlich auch nicht ins Team reinkommen. Sie hat mich dann zu Cross-Country verwiesen. Dort laufen wir in der Wildnis oder auf Wanderwegen. Aber kein lockeres Tempo, nein. Wir joggen teilweise schneller als ich es gewohnt bin auf ebener Strecke zu laufen. Nur halt hoch und runter - und wieder hoch. Das erste Training am Freitag war so schlecht, dass ich wirklich unmotiviert war danach. Aber ich habe mich dazu motiviert, es durchzuziehen. Denn es ist nur gut für mich und auch besser, als nur zu Hause zu sitzen. Außerdem gibt es 6 Rennen, an denen man Teilnehmen kann und etwas gewinnen kann. Training ist drei Mal pro Woche, einmal sogar vor der Schule von sieben bis acht. Am Wochenende war ich noch einmal laufen und die Trainingseinheiten am Montag und Mittwoch waren schon viel besser, sie haben mir echt Spaß gemacht!
Am Wochenende war ich mit den anderen Deutschen in der Stadt. Auch wenn es nicht gut ist, einen Tag nur Deutsch untereinander zu reden… Wir haben uns über unsere erste Woche ausgetauscht, auf dem Weg zwei weitere Deutsche getroffen, eine von denen ist auf meiner Schule, der andere kannte Luca. Dann waren wir Poutine essen in der „besten Poutinerie Kamloops“, wie mein Gastbruder meinte. Außerdem haben wir ein paar typisch kanadische Läden und Supermärkt ausprobiert. Wir sind echt eine coole Truppe 😊.
Wegen meines Japanisch-Kurses: Ich habe jetzt zu „creative writing 10“ getauscht, ein Englisch-Kurs, damit ich erstmal ein bisschen besser werde mit der englischen Sprache und dem Schreiben. Außerdem habe ich so einen besseren Ausgleich zwischen erstem und zweitem Semester, sodass ich nicht im zweiten Semester jeden Tag eine Tonne Hausaufgaben machen muss. Und ich habe eine freie Stelle nächstes Semester, wo ich noch einen Kurs reinschieben kann. Also wenn ich mich dazu entscheide, Fotografie zu machen, backen zu nehmen oder nochmal Leadership zu belegen oder so. Der Englischkurs ist jedenfalls ganz cool, wir schreiben halt wirklich viel, der Lehrer gibt uns ein Schlagwort und wir können kreativ sein, schreiben was wir wollen!
Heute ist der Geburtstag von meinem Gastbruder Max. Leslie, meine Gastmutter, hat einen Oreo-Cheesecake gemacht! Darauf freue ich mich schon den ganzen Tag. Außerdem haben wir in Foods heute Muffins gebacken und die Lehrerin hat extra für mich glutenfreies Mehl gekauft! Yey. Außerdem habe ich jetzt auch ein Geschenk für Max! Er hat nämlich auch Zöliakie: Einen wundervollen Lemon-Rasberry-Muffin, selbstgebacken! Die Tradition hier ist, dass jeder dem Geburtstagskind drei Dinge sagt, die er an ihr mag. Wünscht mir Glück dabei… Ich bin nicht besonders gut in so etwas. Ich glaube die haben hier so ein Ding für sowas. Denn im Dance-Kurs machen wir das auch oft: Irgendeiner Person sagen, was sie heute gut gemacht hat oder was man an ihr mag. Apropos Dance: Es läuft ganz okay, Montag bis Mittwoch haben wir nur Jazz gemacht, was ich gar nicht hinbekomme. Ich glaube, ich bin die einzige dort, die noch nie zuvor getanzt hat… Aber heute haben wir eine Hip-Hop Combo gelernt, das war echt cool und hat super viel Spaß gemacht.
Ich habe das Gefühl, das ich mich so langsam richtig einlebe, in meine tolle Familie, in den Schulalltag etc. Es läuft bisher jedenfalls alles super. Ich habe mich btw dazu entschieden den Blog (soweit ich es schaffe) jeden Donnerstag zu updaten. Danke fürs lesen! 😊
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