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Dienstag, 29. Oktober 2019
Vikes-Day, Pumpkin Carving, Eishockey Spiel, Wahlen, Okanagans in Salmon Arm, Vancouver Trip, Belly Dance
lottixn, 19:45h
In den letzten 12 Tagen ist echt viel passiert! Also dann, fangen wir mal an mit Freitag, dem 18.10.2019:
Vikes-Day an unserer Schule. Was heißt das? Das Leadership-Team (also wir) veranstaltet verschiedene Spirit-Events über den ganzen Tag und alle tragen ihre Vikes-Klamotten oder die Farben der Schule, also rot. Also quasi ein Tag, der den Spirit der Schule antreiben soll. Morgens haben wir ein Pancake Breakfast veranstaltet. Wir waren eindreiviertel Stunden bevor der Unterricht begann in der Schule und haben angefangen alles vorzubereiten, den Teig zu mischen und sie zu machen. Weil der erste Schulbus kommt eine Stund vor Schulbeginn an (echt kacke für diejenigen, ich weiß) und wir wollten, dass die auch welche bekommen. Ab dann hat jeder der wollte Pancakes gratis bekommen! Wir haben laut Musik gespielt, Stimmung gemacht, usw. Dann nach der Lunch-Pause haben wir in der Turnhalle ein Assembly gemacht, die ganze Schule war dort. Erst haben wir die neuen Lehrer vorgestellt (total cool, wir haben so einen Gang für die gemacht und sie sind dann durch wie beim Sport und haben alle ein paar Dancemoves gemacht, die gerade im Trend sind. Alle sind total ausgerastet). Danach haben wir ein Dancebattle gemacht, eine Person aus jeder Stufe plus ein Lehrer. Anschließend haben ein paar Lehrern Preise verteilt, die zu ihrem Verhalten passen (zum Beispiel der Bibliothekarin ein Glas mit essbaren Augen drin, weil sie immer alle Leute, die in der Bibliothek essen, nach draußen schickt). Als letztes haben wir ein paar Minispiele gemacht, wieder die einzelnen Stufen und ein Lehrer gegeneinander. Das Highlight von allem war das letzte: Jeder der Teilnehmer hat ein riesiges Stück Kuchen bekommen, wer es zuerst aufgegessen hatte, dessen Stufe hatte gewonnen.
Alle meinten, der Spirit wäre über die letzten Jahre total nach unten gegangen, es wäre niemand mehr so richtig stolz ein „Viking“ zu sein. Also ich muss sagen, das sehe ich ganz und gar nicht so. Es war wie in einem Film: Erstmal hatte die ganze Schule rot an oder einen Viking Pulli! Und die Turnhalle ist bei unserem Assembly total abgegangen, das war der ober Hammer! Ich kam echt nicht mehr klar, alle haben nur geklatscht und gejubelt, haben ihren Vertreter der Stufe angefeuert und hatten einfach nur Spaß. Und als wir dann angefangen haben „Once a Viking – always a Viking“ zu rufen, den Spruch der Schule, haben alle sofort mitgemacht und den super laut zurück geschrien. Ich war super begeistert!
Am Samstag war dann ein weiteres Event der Internationals: Pumpkin Carving! Und wieder mal hat sich bestätigt, dass ich echt keinerlei künstlerisches Talent habe…
Es hat trotzdem Spaß gemacht wieder mit allen Leuten, die man sonst nicht sieht im Alltag abzuhängen. Danach sind wir zum Riverside Park gefahren, haben dort weiter abgehangen und Fotos gemacht. Es war einfach nur megamäßig schön. Mehr muss ich glaube ich nicht dazu sagen, das Foto sagt den Rest.

Dann haben wir uns kurzfristig dazu entschieden, zum Eishockey-Spiel der Kamloops Blazers zu gehen. Die hatten an diesem Abend ein Heimspiel in der Arena direkt neben dem Park. Und dort ist dann einfach das Beste, was uns hätte passieren können, passiert: Ein Mann von der Feuerwehr, die dort waren und sich glaube ich repräsentiert haben (sie hatten jedenfalls dort auch ein Maskottchen stehen), hat uns angesprochen. Ich dachte erst, der will uns aufschwätzten, seine Karten zu kaufen. Aber nein. Er wollte sie uns schenken. Dieser Typ hat uns einfach sechs Tickets geschenkt! Einfach so! Die Kanadier sind einfach alle so super nett! Habe ich schon das erzählt mit dem Bus fahren? Weiß nicht, egal: Wenn man in den Bus steigt grüßt man den Fahrer; wenn man aus dem Bus aussteigt, bedankt man sich (auch wenn er 20 Minuten zu spät kam). Musste ich auch erst herausfinden.
Jedenfalls zurück zum Eishockey-Spiel: Wir haben uns noch kurz etwas zu essen geholt (und haben auf dem Weg ein schönes Kunst-Café entdeckt, dass eine riesige Auswahl an glutenfreien Backsachen, vegetarisch und veganen Produkten und Mahlzeiten verkaufte) und sind dann rein. Wir hatten echt SPaß an diesem Abend, hätten auch fast etwas gewonnen bei einem Dancebattle, das auf dem großen Bildschirm übertragen wurde! Und am Ende haben wir (Kamloops Blazers) auch gewonnen.
Am Montagabend haben wir abends die Wahlen angesehen. Wie die ausgegangen sind wissen alle denke ich mal. Auch wenn man sehr überrascht war, dass die Demokraten so schlecht abgeschnitten haben: Man dachte, sie könnten den Liberalen gefährlich werden!
Dienstags waren dann die Okanagans, also alle Cross-Country Leute aus dieser Region gegeneinander, um sich für die Provincials (die besten 250 aus ganz BC) zu qualifizieren. Diese waren in der Nähe von Salmon Arm in de Bergen. Also sehr hügelig! Und dazu kam, dass es am Abend zuvor geregnet hatte, also war es unfassbar matschig. Die reinste Schlammschlacht! Es hat super viel Spaß gemacht dadurch zu rennen: Beim Start, wo alle Seniors, Jungen und Mädchen, also insgesamt so 100 Leute, gleichzeitig gestartet sind, war erstmal ein riesiges Matschfeld mit riesigen Pfützen. Es ist bis ins Gesicht gespritzt! Dann war die komplette erste Hälfte des Weges nur Bergauf. Yey. Danach kam ein echt steiler Weg bergab, wo ich beide Male, die ich dort lang gerannt bin, beinah ausgerutscht bin - im vollen Tempo! Doch der krasseste Part war der in der Verlängerung für die Seniors (Juniors müssen 4km laufen, Seniors 5km, deshalb gab es eine 500m Verlängerung für uns): so tiefer Matsch, dass wenn man durchläuft der komplette Fuß darin versank! Einer hat sich dort auch in der ersten Runde verletzt, ist stecken geblieben und umgeknickt und konnte nicht mehr weiterlaufen.
Die ersten 20 aus jeder Kategorie haben sich qualifiziert. Und ich wurde 15te! Amen. Aber eine weitere Möglichkeit sich zu qualifizieren ist durch sein Team. Die besten Drei Schulteams von den Platzierungen her sind auch durchgekommen. Und in der Seniorgirls Kategorie gab es nur zwei Teams – wir wurden zweiter. Das heißt alle Mädchen fahren am Samstag zu den Provincials in Abbotsford! Unsere Juniorgirls sind auch alle vier durchgekommen – jede von ihnen ist in den Top 20 gelandet und sie haben sich somit auch als Team qualifiziert.
Am Wochenende war der Vancouver/Victoria Trip. Freitags hatten wir frei, also sind wir ganz früh morgens in zwei Bussen (es waren insgesamt 92 Schüler) losgefahren. Ich war in einem Zimmer mit Paula, Almut und Leonie, mit der ich auch schon in Toronto in einem Zimmer war. Und das war wirklich eine echt gute Konstellation! Wir verstehen uns super!
Zuerst sind wir zum Capilano Bridge Park gefahren. Ein Nationalpark bei Vancouver mit einer berühmten Hängebrücke. Und die hat echt geschaukelt! Ich habe ja keine Höhenangst, aber da wurde mir echt bange! Hier ein paar Fotos von dort:


In Vancouver bei unserem Hotel sind wir dann um halb fünf angekommen. Leonie war schon zwei Mal dort, kannte sich also aus und hat uns ein paar Sachen gesagt, die wir unbedingt sehen sollten. Wir hatten aber leider keine Zeit alles zu machen, aber wenn ich das nächste Mal nach Vancouver komme (spätestens mit meiner Familie) gibt es einige Dinge, die ich machen will! Nach unserer Ankunft im Hotel hatten wir dann Freizeit und mussten erst um 11 Uhr wieder in unseren Zimmern sein! Also hatten wir mehr als 6 Stunden Zeit!
Unser Hotel lag direkt in Downtown an der Robson Street, der Haupt Shopping Straße, direkt neben der Rogers Arena, wo an diesem Abend auch ein Eishockey-Spiel stattfand. Wir waren fett shoppen, sind die ganze Zeit rumgelaufen und waren dann spät abends asiatisch essen (die asiatische Population in Vancouver ist sehr hoch, es gibt deshalb auch dementsprechend viele asiatische Restaurants).
Am nächsten Tag, Samstag, sind wir dann zum „Canada Place“ in Vancouver gefahren und haben dort „Fly Over Canada“ gemacht. Und ich dachte das wäre nur ein kurzer Film, wo die besonderen Dinge in Kanada gezeigt werden, ich hatte nicht groß etwas erwartet. Umso mehr war ich begeistert! Es war 4D, man ist in seinem Stuhl mit der Kamera mitgegangen, man hat sich also gefühlt, als würde man über Kanada fliegen. Und es wurden die schönsten Orte von Osten nach Westen an Kanada gezeigt. Die Vielfalt! Es war so gut gemacht, an einer Stelle habe ich ohne Witz feuchte Augen bekommen, weil ich so gerührt war. Ich bin einfach nur so froh, hier in Kanada zu sein! Ich würde am liebsten alle diese Orte sehen – durch ganz Kanada fahren! Und ich freue mich so sehr darauf, wenn meine Familie kommt und wir durch BC fahren und Campen und wenigstens ein paar dieser Orte sehen. Das klingt jetzt vielleicht so, als würde es hier nur so ein paar spezielle Orte geben, die wunderschön sind und man unbedingt sehen möchte. Aber das stimmt so auf keinen Fall! Zum Beispiel als wir nach Vancouver gefahren sind waren rechts und links die Berge hinunter alle 100m kleine Wasserfälle. Oder als wir nach Salmon Arm gefahren sind: Der See dort war so unfassbar blau und mit den schönen Bergen im Hintergrund, dessen Spitzten schon schneebedeckt sind… Und ich könnte mehr Beispiele nennen! Alleine die Landschaften in Vancouver und Victoria!
Danach sind wir mit der Fähre anderthalb Stunden nach Victoria gefahren. An kleinen Inseln vorbei, mit den Rocky Mountains - teils Schneebedeckt - im Hintergrund…
Unser Hotel dort war wieder super gelegen: Direkt neben dem Parlament, fünf Minuten zu Fuß am Hafen entlang nach Downtown und Chinatown. Nachdem wir mit dem Bus einmal ein bisschen rumgefahren sind und der Reiseführer uns ein paar Orte gezeigt hat, wo wir unbedingt hingehen sollten, bekamen wir wieder Freizeit. Zuerst waren wir bei einem kleinen Markt auf dem Wasser mit kleinen bunten Hausboten und haben im Sonnenuntergang Fotos gemacht. Danach sind wir am im dunkeln beleuchteten Parament vorbei nach Downtown, wo wir uns alle kleinen Shops angesehen haben und in einem riesigen Süßigkeiten Laden Fudge gekauft haben. In Chinatown waren wir dann richtig gut Chinesisch essen: Ramen Suppe! Dann sind wir in eine chinesische Bäckerei, weil Leonie das letzte Mal als sie in Vancouver war in einer etwas gegessen hatte, das sie unbedingt nochmal haben wollte, so ein süßes Brötchen mit Pudding innen drin. In einer echt kuriosen, kleinen Bäckerei, wo die Verkäuferin nur ganz wenig Englisch konnte, hat sie dann die letzten zwei dieser Arte bekommen. In einem chinesischen Supermarkt habe ich mir dann als Erinnerung Stäbchen gekauft! Der Reiseführer meinte auf unserer Durchfahrt, dass man, um ein echter Kanadier zu werden, wenigstens einmal einen „Beavertail“ gegessen haben muss. Dass ist nicht das, wonach es sich anhört, nichts von einem Bieber! Einfach ein süßes, frittiertes, flaches Gebäckteilchen mit verschiedenen süßen Belägen drauf. Anscheinend echt gut, der Meinung der anderen zu folge. Zuletzt haben wir uns dann noch Mikrowellen Popcorn gekauft, da wir uns vorher vorgenommen hatten, anlässlich Halloweens einen Horrorfilm zu gucken. Ganz schlechte Idee. Vorher hatten wir es noch kurz in den Whirlpool des Hotels geschafft, der um zehn schließen sollte, um fünf vor zehn.
Nachdem wir uns dann ein paar Trailer angeguckt haben und ich das wirklich nicht aushalten konnte, haben wir „nur“ Bird Box geschaut. Ich fand‘s schon gruselig genug!
Sonntags sind wir dann bevor wir zurück gefahren sind noch ins „Royal Museum of British Columbia“ gegangen. Wir haben aber nur eine Stunde Zeit bekommen dafür! Eine! Wir haben nur knapp die erste Etage geschafft, die zweite bei weitem nicht. Und dabei war es das erste kulturelle, dass ich in zwei Monaten gesehen habe! Echt schade. Aber gut, ich verstehe das auch so halbwegs. Denn wir waren mit die einzigen, die sich das Museum so richtig angesehen haben. Der Rest ist einfach nur durchgerannt, ein paar Asiaten haben (total klischeehaft) nur Fotos von den Objekten gemacht, ohne sich irgendwas darüber durchzulesen. Und für die war eine Stunde vielleicht schon zu lang, einfach nur rumstehen in der Lobby und warten…
Hier ein paar Fotos vom Trip:



Diese Woche in Dance haben wir mit einer neuen Tanzrichtung angefangen. Man konnte sich entscheiden zwischen Musical Theater und Bellydance (also Bauchtanz, ich hatte die ersten Male immer nur Ballet-dance verstanden und war dezent verwirrt). Paula und ich hatten keine Ahnung von beidem und haben uns dann einfach für Bellydance entschieden. Und es ist auf jeden Fall nicht meine Lieblings Tanzrichtung… Aber es ist ganz ok. Das wird schon noch. Es sieht ganz cool aus, so wie man sich das vorstellt – und ich hätte niemals in meinem Leben gedacht, dass ich jemals Bauchtanz lernen werde! Also hey, was soll's!
Vikes-Day an unserer Schule. Was heißt das? Das Leadership-Team (also wir) veranstaltet verschiedene Spirit-Events über den ganzen Tag und alle tragen ihre Vikes-Klamotten oder die Farben der Schule, also rot. Also quasi ein Tag, der den Spirit der Schule antreiben soll. Morgens haben wir ein Pancake Breakfast veranstaltet. Wir waren eindreiviertel Stunden bevor der Unterricht begann in der Schule und haben angefangen alles vorzubereiten, den Teig zu mischen und sie zu machen. Weil der erste Schulbus kommt eine Stund vor Schulbeginn an (echt kacke für diejenigen, ich weiß) und wir wollten, dass die auch welche bekommen. Ab dann hat jeder der wollte Pancakes gratis bekommen! Wir haben laut Musik gespielt, Stimmung gemacht, usw. Dann nach der Lunch-Pause haben wir in der Turnhalle ein Assembly gemacht, die ganze Schule war dort. Erst haben wir die neuen Lehrer vorgestellt (total cool, wir haben so einen Gang für die gemacht und sie sind dann durch wie beim Sport und haben alle ein paar Dancemoves gemacht, die gerade im Trend sind. Alle sind total ausgerastet). Danach haben wir ein Dancebattle gemacht, eine Person aus jeder Stufe plus ein Lehrer. Anschließend haben ein paar Lehrern Preise verteilt, die zu ihrem Verhalten passen (zum Beispiel der Bibliothekarin ein Glas mit essbaren Augen drin, weil sie immer alle Leute, die in der Bibliothek essen, nach draußen schickt). Als letztes haben wir ein paar Minispiele gemacht, wieder die einzelnen Stufen und ein Lehrer gegeneinander. Das Highlight von allem war das letzte: Jeder der Teilnehmer hat ein riesiges Stück Kuchen bekommen, wer es zuerst aufgegessen hatte, dessen Stufe hatte gewonnen.
Alle meinten, der Spirit wäre über die letzten Jahre total nach unten gegangen, es wäre niemand mehr so richtig stolz ein „Viking“ zu sein. Also ich muss sagen, das sehe ich ganz und gar nicht so. Es war wie in einem Film: Erstmal hatte die ganze Schule rot an oder einen Viking Pulli! Und die Turnhalle ist bei unserem Assembly total abgegangen, das war der ober Hammer! Ich kam echt nicht mehr klar, alle haben nur geklatscht und gejubelt, haben ihren Vertreter der Stufe angefeuert und hatten einfach nur Spaß. Und als wir dann angefangen haben „Once a Viking – always a Viking“ zu rufen, den Spruch der Schule, haben alle sofort mitgemacht und den super laut zurück geschrien. Ich war super begeistert!
Am Samstag war dann ein weiteres Event der Internationals: Pumpkin Carving! Und wieder mal hat sich bestätigt, dass ich echt keinerlei künstlerisches Talent habe…
Es hat trotzdem Spaß gemacht wieder mit allen Leuten, die man sonst nicht sieht im Alltag abzuhängen. Danach sind wir zum Riverside Park gefahren, haben dort weiter abgehangen und Fotos gemacht. Es war einfach nur megamäßig schön. Mehr muss ich glaube ich nicht dazu sagen, das Foto sagt den Rest.

Dann haben wir uns kurzfristig dazu entschieden, zum Eishockey-Spiel der Kamloops Blazers zu gehen. Die hatten an diesem Abend ein Heimspiel in der Arena direkt neben dem Park. Und dort ist dann einfach das Beste, was uns hätte passieren können, passiert: Ein Mann von der Feuerwehr, die dort waren und sich glaube ich repräsentiert haben (sie hatten jedenfalls dort auch ein Maskottchen stehen), hat uns angesprochen. Ich dachte erst, der will uns aufschwätzten, seine Karten zu kaufen. Aber nein. Er wollte sie uns schenken. Dieser Typ hat uns einfach sechs Tickets geschenkt! Einfach so! Die Kanadier sind einfach alle so super nett! Habe ich schon das erzählt mit dem Bus fahren? Weiß nicht, egal: Wenn man in den Bus steigt grüßt man den Fahrer; wenn man aus dem Bus aussteigt, bedankt man sich (auch wenn er 20 Minuten zu spät kam). Musste ich auch erst herausfinden.
Jedenfalls zurück zum Eishockey-Spiel: Wir haben uns noch kurz etwas zu essen geholt (und haben auf dem Weg ein schönes Kunst-Café entdeckt, dass eine riesige Auswahl an glutenfreien Backsachen, vegetarisch und veganen Produkten und Mahlzeiten verkaufte) und sind dann rein. Wir hatten echt SPaß an diesem Abend, hätten auch fast etwas gewonnen bei einem Dancebattle, das auf dem großen Bildschirm übertragen wurde! Und am Ende haben wir (Kamloops Blazers) auch gewonnen.
Am Montagabend haben wir abends die Wahlen angesehen. Wie die ausgegangen sind wissen alle denke ich mal. Auch wenn man sehr überrascht war, dass die Demokraten so schlecht abgeschnitten haben: Man dachte, sie könnten den Liberalen gefährlich werden!
Dienstags waren dann die Okanagans, also alle Cross-Country Leute aus dieser Region gegeneinander, um sich für die Provincials (die besten 250 aus ganz BC) zu qualifizieren. Diese waren in der Nähe von Salmon Arm in de Bergen. Also sehr hügelig! Und dazu kam, dass es am Abend zuvor geregnet hatte, also war es unfassbar matschig. Die reinste Schlammschlacht! Es hat super viel Spaß gemacht dadurch zu rennen: Beim Start, wo alle Seniors, Jungen und Mädchen, also insgesamt so 100 Leute, gleichzeitig gestartet sind, war erstmal ein riesiges Matschfeld mit riesigen Pfützen. Es ist bis ins Gesicht gespritzt! Dann war die komplette erste Hälfte des Weges nur Bergauf. Yey. Danach kam ein echt steiler Weg bergab, wo ich beide Male, die ich dort lang gerannt bin, beinah ausgerutscht bin - im vollen Tempo! Doch der krasseste Part war der in der Verlängerung für die Seniors (Juniors müssen 4km laufen, Seniors 5km, deshalb gab es eine 500m Verlängerung für uns): so tiefer Matsch, dass wenn man durchläuft der komplette Fuß darin versank! Einer hat sich dort auch in der ersten Runde verletzt, ist stecken geblieben und umgeknickt und konnte nicht mehr weiterlaufen.
Die ersten 20 aus jeder Kategorie haben sich qualifiziert. Und ich wurde 15te! Amen. Aber eine weitere Möglichkeit sich zu qualifizieren ist durch sein Team. Die besten Drei Schulteams von den Platzierungen her sind auch durchgekommen. Und in der Seniorgirls Kategorie gab es nur zwei Teams – wir wurden zweiter. Das heißt alle Mädchen fahren am Samstag zu den Provincials in Abbotsford! Unsere Juniorgirls sind auch alle vier durchgekommen – jede von ihnen ist in den Top 20 gelandet und sie haben sich somit auch als Team qualifiziert.
Am Wochenende war der Vancouver/Victoria Trip. Freitags hatten wir frei, also sind wir ganz früh morgens in zwei Bussen (es waren insgesamt 92 Schüler) losgefahren. Ich war in einem Zimmer mit Paula, Almut und Leonie, mit der ich auch schon in Toronto in einem Zimmer war. Und das war wirklich eine echt gute Konstellation! Wir verstehen uns super!
Zuerst sind wir zum Capilano Bridge Park gefahren. Ein Nationalpark bei Vancouver mit einer berühmten Hängebrücke. Und die hat echt geschaukelt! Ich habe ja keine Höhenangst, aber da wurde mir echt bange! Hier ein paar Fotos von dort:


In Vancouver bei unserem Hotel sind wir dann um halb fünf angekommen. Leonie war schon zwei Mal dort, kannte sich also aus und hat uns ein paar Sachen gesagt, die wir unbedingt sehen sollten. Wir hatten aber leider keine Zeit alles zu machen, aber wenn ich das nächste Mal nach Vancouver komme (spätestens mit meiner Familie) gibt es einige Dinge, die ich machen will! Nach unserer Ankunft im Hotel hatten wir dann Freizeit und mussten erst um 11 Uhr wieder in unseren Zimmern sein! Also hatten wir mehr als 6 Stunden Zeit!
Unser Hotel lag direkt in Downtown an der Robson Street, der Haupt Shopping Straße, direkt neben der Rogers Arena, wo an diesem Abend auch ein Eishockey-Spiel stattfand. Wir waren fett shoppen, sind die ganze Zeit rumgelaufen und waren dann spät abends asiatisch essen (die asiatische Population in Vancouver ist sehr hoch, es gibt deshalb auch dementsprechend viele asiatische Restaurants).
Am nächsten Tag, Samstag, sind wir dann zum „Canada Place“ in Vancouver gefahren und haben dort „Fly Over Canada“ gemacht. Und ich dachte das wäre nur ein kurzer Film, wo die besonderen Dinge in Kanada gezeigt werden, ich hatte nicht groß etwas erwartet. Umso mehr war ich begeistert! Es war 4D, man ist in seinem Stuhl mit der Kamera mitgegangen, man hat sich also gefühlt, als würde man über Kanada fliegen. Und es wurden die schönsten Orte von Osten nach Westen an Kanada gezeigt. Die Vielfalt! Es war so gut gemacht, an einer Stelle habe ich ohne Witz feuchte Augen bekommen, weil ich so gerührt war. Ich bin einfach nur so froh, hier in Kanada zu sein! Ich würde am liebsten alle diese Orte sehen – durch ganz Kanada fahren! Und ich freue mich so sehr darauf, wenn meine Familie kommt und wir durch BC fahren und Campen und wenigstens ein paar dieser Orte sehen. Das klingt jetzt vielleicht so, als würde es hier nur so ein paar spezielle Orte geben, die wunderschön sind und man unbedingt sehen möchte. Aber das stimmt so auf keinen Fall! Zum Beispiel als wir nach Vancouver gefahren sind waren rechts und links die Berge hinunter alle 100m kleine Wasserfälle. Oder als wir nach Salmon Arm gefahren sind: Der See dort war so unfassbar blau und mit den schönen Bergen im Hintergrund, dessen Spitzten schon schneebedeckt sind… Und ich könnte mehr Beispiele nennen! Alleine die Landschaften in Vancouver und Victoria!
Danach sind wir mit der Fähre anderthalb Stunden nach Victoria gefahren. An kleinen Inseln vorbei, mit den Rocky Mountains - teils Schneebedeckt - im Hintergrund…
Unser Hotel dort war wieder super gelegen: Direkt neben dem Parlament, fünf Minuten zu Fuß am Hafen entlang nach Downtown und Chinatown. Nachdem wir mit dem Bus einmal ein bisschen rumgefahren sind und der Reiseführer uns ein paar Orte gezeigt hat, wo wir unbedingt hingehen sollten, bekamen wir wieder Freizeit. Zuerst waren wir bei einem kleinen Markt auf dem Wasser mit kleinen bunten Hausboten und haben im Sonnenuntergang Fotos gemacht. Danach sind wir am im dunkeln beleuchteten Parament vorbei nach Downtown, wo wir uns alle kleinen Shops angesehen haben und in einem riesigen Süßigkeiten Laden Fudge gekauft haben. In Chinatown waren wir dann richtig gut Chinesisch essen: Ramen Suppe! Dann sind wir in eine chinesische Bäckerei, weil Leonie das letzte Mal als sie in Vancouver war in einer etwas gegessen hatte, das sie unbedingt nochmal haben wollte, so ein süßes Brötchen mit Pudding innen drin. In einer echt kuriosen, kleinen Bäckerei, wo die Verkäuferin nur ganz wenig Englisch konnte, hat sie dann die letzten zwei dieser Arte bekommen. In einem chinesischen Supermarkt habe ich mir dann als Erinnerung Stäbchen gekauft! Der Reiseführer meinte auf unserer Durchfahrt, dass man, um ein echter Kanadier zu werden, wenigstens einmal einen „Beavertail“ gegessen haben muss. Dass ist nicht das, wonach es sich anhört, nichts von einem Bieber! Einfach ein süßes, frittiertes, flaches Gebäckteilchen mit verschiedenen süßen Belägen drauf. Anscheinend echt gut, der Meinung der anderen zu folge. Zuletzt haben wir uns dann noch Mikrowellen Popcorn gekauft, da wir uns vorher vorgenommen hatten, anlässlich Halloweens einen Horrorfilm zu gucken. Ganz schlechte Idee. Vorher hatten wir es noch kurz in den Whirlpool des Hotels geschafft, der um zehn schließen sollte, um fünf vor zehn.
Nachdem wir uns dann ein paar Trailer angeguckt haben und ich das wirklich nicht aushalten konnte, haben wir „nur“ Bird Box geschaut. Ich fand‘s schon gruselig genug!
Sonntags sind wir dann bevor wir zurück gefahren sind noch ins „Royal Museum of British Columbia“ gegangen. Wir haben aber nur eine Stunde Zeit bekommen dafür! Eine! Wir haben nur knapp die erste Etage geschafft, die zweite bei weitem nicht. Und dabei war es das erste kulturelle, dass ich in zwei Monaten gesehen habe! Echt schade. Aber gut, ich verstehe das auch so halbwegs. Denn wir waren mit die einzigen, die sich das Museum so richtig angesehen haben. Der Rest ist einfach nur durchgerannt, ein paar Asiaten haben (total klischeehaft) nur Fotos von den Objekten gemacht, ohne sich irgendwas darüber durchzulesen. Und für die war eine Stunde vielleicht schon zu lang, einfach nur rumstehen in der Lobby und warten…
Hier ein paar Fotos vom Trip:



Diese Woche in Dance haben wir mit einer neuen Tanzrichtung angefangen. Man konnte sich entscheiden zwischen Musical Theater und Bellydance (also Bauchtanz, ich hatte die ersten Male immer nur Ballet-dance verstanden und war dezent verwirrt). Paula und ich hatten keine Ahnung von beidem und haben uns dann einfach für Bellydance entschieden. Und es ist auf jeden Fall nicht meine Lieblings Tanzrichtung… Aber es ist ganz ok. Das wird schon noch. Es sieht ganz cool aus, so wie man sich das vorstellt – und ich hätte niemals in meinem Leben gedacht, dass ich jemals Bauchtanz lernen werde! Also hey, was soll's!
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