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Montag, 2. September 2019
Toronto und Reise
lottixn, 20:29h
Am 29.08.2019 früh morgens um 4 Uhr begann meine Reise. Mein Flug von Tegel aus ging um 6:45. Der Abschied ging sogar, ich hatte gedacht es wird schlimmer. Ich habe keinen Wasserfall geheult. Bei meinem Vater jedoch hatte ich nicht gedacht, dass er Tränen vergießen wird. Kurz vor der Sicherheit hat er jedoch feuchte Augen bekommen und hat dann ganz schnell die Biege gemacht, sodass er nicht anfängt vor allen zu weinen glaube ich. Dann habe Ich meine Zubringer Gruppe nach Frankfurt getroffen. Sie waren ganz cool, man hatte mit jedem halt immer was zum reden, da wir alle in das gleiche Abenteuer starten würden. Aber ab dem Flug nach Toronto hatten wir auch keinen Kontakt mehr, weil wir in unterschiedlichen Gruppen waren.
Dann mein erster Langstreckenflug. Erstmal war ich total perplex von diesem mega Flugzeug! Das in der Business-Class jeder eine eigene Ecke und einer riesigen Bildschirm hatte, hatte ich noch nie gesehen. Auch im normalen Bereich hatte jeder einen eigenen Bildschirm und es waren 10 Sitze in jeder Reihe!
Meine Sitznachbar Johanna war total lieb, da hatte ich echt Glück. Aber das gute war: Alle, die in meiner Reihe saßen, gehen auch nach Kamloops. Das wurde von Do-It echt gut organisiert. Auf dem Flug habe ich dann nach dem Essen totale Bauchkrämpfe bekommen, die für ganze Zeit angehalten haben. Am zweiten Tag waren sie zwar nicht mehr so schlimm wie am Anfang, aber leider noch nicht weg. Jetzt geht aber alles wieder, ich glaube es lag am Wasser dort, was einen höheren Chloranteil hat, als ich es von Deutschland gewohnt bin.
Mein Abschiedsbuch, dass eigentlich für diesen Flug gedacht war, habe bisher noch nicht gelesen. Ich fühle mich einfach noch nicht bereit dafür. Ich muss erstmal auf alles klar kommen, mir klar werden, dass ich nicht auf einer Freizeitfahrt oder Klassenfahrt bin und nicht wieder nach Hause fliege, sondern für 10 Monate hier bleibe und neu starte, mit neuen Eltern, Freunden und Alltag. Ein ganz anderes Leben führen als zuvor. Jedenfalls ist es aber beruhigend zu wissen, dass wenn ich Heimweh bekomme oder so, ich immer noch da hinein gucken kann. Dass ich noch liebe Worte von ihnen habe, Erinnerungen und Bilder.
Bei der Immigration in Toronto gab es eigentlich keine Probleme. Die kamen erst später bei den Gepäckbändern: Ein Hund hat angefangen meinen Rucksack anzulecken und meine erste Reaktion war, ihn wegzuziehen. Doch dann hat der Polizist mit dem Hund mit erhobener Stimme gesagt:"put that down, put it down!" Und ich habe so einen Schock gekriegt, weil ich gar nicht wusste, was gerade eigentlich abgeht. Der Rucksack gehörte nämlich meiner Mutter und dass es dort jetzt etwas zu riechen gab bei einem Spürhund... Am Ende war es nur ein Apfel. Dumme Sache! Jedenfalls mussten wir dann noch eine Ewigkeit warten, bis alle durch die Immigration waren, weil wir so eine riesige Gruppe sind. Fast 100 Leute!
Vom Flughafen sind wir dann in zwei Gruppen direkt zum CN Tower Gefahren. Der Ausblick war echt total beeindruckend!
Der See ist einer von den fünf riesigen Seen in Ontario, von denen er allerdings noch der kleinste ist. Es sah so aus wie ein Meer, an dessen Horizont Berge sind.
Danach sind wir ins Hotel gefahren, waren kurz auf den Zimmer und sind dann direkt zum essen. Dort war ich jedoch so fertig von den ständigen Bauchkrämpfen und dem Jetlag, dass ich direkt aufs Zimmer gegangen bin. Meine Zimmergenossin Leonie, die übrigens auch nach Kamloops geht, und Ich haben dann noch gequatscht, wir haben uns echt gut verstanden.
Am nächsten Tag, Freitag, sind wir dann zu den Niagarafällen gefahren. Dort hat sich unsere kleine nette Gruppe gebildet: Leonie, Johanna, Paula (Johannas Zimmergenossin, sie wird in Kamloops auf die gleiche Schule wie ich gehen) und Ich. Die Niagarafälle waren auch total beeindruckend und auf der Bootstour dahin wurden wir dezent nass...
Danach hatten wir dort fast zwei Stunden Freizeit auf der „Street of fun“, einer total amerikanischen Vergnügungsmeile.
Wenn ich als Kind dort gewesen wäre, wäre ich glaube ich tot umgefallen. Nur (echt coole) Attraktion neben Eisläden und Fastfood-Ständen. Zu viert sind wir dann in ein Horror Haus gegangen... Ich habe die (viel zu schnell, leichtsinnig und unüberlegt getroffene) Entscheidung darein zu gehen spätestens bereut, als wir durch den Eingang gegangen sind und uns direkt zwei ausgewachsene Männer entgegenkam, die vorzeitig abgebrochen haben. Es war wirklich krass… Aber es war echt cool, lustig und spannend. Dann sind wir ins Hotel und sofort wieder los zum Abendessen, von dem wir direkt zum Hafen zur Bootstour um die kleinen Inseln vor Toronto in typisch amerikanischen gelben Schulbussen gefahren.
Im Sonnenuntergang sah die Skyline von Toronto einfach nur toll aus.

Von dort sind wir leider direkt zurück ins Hotel. Die Zeit in Toronto war wirklich schön, trotz schmerzen und Jetlag.
Am Samstag morgen hatten wir dann noch ein paar Stunden Orientation, danach sind wir direkt zum Flughafen, wo wir dann über 3 Stunden Aufenthalt hatten. Aber mit der Gruppe, die auch nach Kamloops geht, war es echt nicht schlimm. Sie sind alle echt cool und wir verstehen uns alle gut. Es sind 12 Leute, die mit Do-It nach Kamloops gehen.
In Vancouver haben wir uns dann zusammen einen Platz gesucht und die ganze Zeit geredet und gelacht. Es war total lustig mit ihnen und die drei Stunden Aufenthalt gingen gut rum. In ein paar Stunden werde ich dann meine Gastfamilie treffen! Ich kann es gar nicht glauben. Aber ich werde es einfach so wie in den letzten beiden Tagen machen: Nicht zu viel nachdenken, einfach machen und genießen!
Dann mein erster Langstreckenflug. Erstmal war ich total perplex von diesem mega Flugzeug! Das in der Business-Class jeder eine eigene Ecke und einer riesigen Bildschirm hatte, hatte ich noch nie gesehen. Auch im normalen Bereich hatte jeder einen eigenen Bildschirm und es waren 10 Sitze in jeder Reihe!
Meine Sitznachbar Johanna war total lieb, da hatte ich echt Glück. Aber das gute war: Alle, die in meiner Reihe saßen, gehen auch nach Kamloops. Das wurde von Do-It echt gut organisiert. Auf dem Flug habe ich dann nach dem Essen totale Bauchkrämpfe bekommen, die für ganze Zeit angehalten haben. Am zweiten Tag waren sie zwar nicht mehr so schlimm wie am Anfang, aber leider noch nicht weg. Jetzt geht aber alles wieder, ich glaube es lag am Wasser dort, was einen höheren Chloranteil hat, als ich es von Deutschland gewohnt bin.
Mein Abschiedsbuch, dass eigentlich für diesen Flug gedacht war, habe bisher noch nicht gelesen. Ich fühle mich einfach noch nicht bereit dafür. Ich muss erstmal auf alles klar kommen, mir klar werden, dass ich nicht auf einer Freizeitfahrt oder Klassenfahrt bin und nicht wieder nach Hause fliege, sondern für 10 Monate hier bleibe und neu starte, mit neuen Eltern, Freunden und Alltag. Ein ganz anderes Leben führen als zuvor. Jedenfalls ist es aber beruhigend zu wissen, dass wenn ich Heimweh bekomme oder so, ich immer noch da hinein gucken kann. Dass ich noch liebe Worte von ihnen habe, Erinnerungen und Bilder.
Bei der Immigration in Toronto gab es eigentlich keine Probleme. Die kamen erst später bei den Gepäckbändern: Ein Hund hat angefangen meinen Rucksack anzulecken und meine erste Reaktion war, ihn wegzuziehen. Doch dann hat der Polizist mit dem Hund mit erhobener Stimme gesagt:"put that down, put it down!" Und ich habe so einen Schock gekriegt, weil ich gar nicht wusste, was gerade eigentlich abgeht. Der Rucksack gehörte nämlich meiner Mutter und dass es dort jetzt etwas zu riechen gab bei einem Spürhund... Am Ende war es nur ein Apfel. Dumme Sache! Jedenfalls mussten wir dann noch eine Ewigkeit warten, bis alle durch die Immigration waren, weil wir so eine riesige Gruppe sind. Fast 100 Leute!
Vom Flughafen sind wir dann in zwei Gruppen direkt zum CN Tower Gefahren. Der Ausblick war echt total beeindruckend!

Der See ist einer von den fünf riesigen Seen in Ontario, von denen er allerdings noch der kleinste ist. Es sah so aus wie ein Meer, an dessen Horizont Berge sind.
Danach sind wir ins Hotel gefahren, waren kurz auf den Zimmer und sind dann direkt zum essen. Dort war ich jedoch so fertig von den ständigen Bauchkrämpfen und dem Jetlag, dass ich direkt aufs Zimmer gegangen bin. Meine Zimmergenossin Leonie, die übrigens auch nach Kamloops geht, und Ich haben dann noch gequatscht, wir haben uns echt gut verstanden.
Am nächsten Tag, Freitag, sind wir dann zu den Niagarafällen gefahren. Dort hat sich unsere kleine nette Gruppe gebildet: Leonie, Johanna, Paula (Johannas Zimmergenossin, sie wird in Kamloops auf die gleiche Schule wie ich gehen) und Ich. Die Niagarafälle waren auch total beeindruckend und auf der Bootstour dahin wurden wir dezent nass...

Danach hatten wir dort fast zwei Stunden Freizeit auf der „Street of fun“, einer total amerikanischen Vergnügungsmeile.

Wenn ich als Kind dort gewesen wäre, wäre ich glaube ich tot umgefallen. Nur (echt coole) Attraktion neben Eisläden und Fastfood-Ständen. Zu viert sind wir dann in ein Horror Haus gegangen... Ich habe die (viel zu schnell, leichtsinnig und unüberlegt getroffene) Entscheidung darein zu gehen spätestens bereut, als wir durch den Eingang gegangen sind und uns direkt zwei ausgewachsene Männer entgegenkam, die vorzeitig abgebrochen haben. Es war wirklich krass… Aber es war echt cool, lustig und spannend. Dann sind wir ins Hotel und sofort wieder los zum Abendessen, von dem wir direkt zum Hafen zur Bootstour um die kleinen Inseln vor Toronto in typisch amerikanischen gelben Schulbussen gefahren.

Im Sonnenuntergang sah die Skyline von Toronto einfach nur toll aus.

Von dort sind wir leider direkt zurück ins Hotel. Die Zeit in Toronto war wirklich schön, trotz schmerzen und Jetlag.
Am Samstag morgen hatten wir dann noch ein paar Stunden Orientation, danach sind wir direkt zum Flughafen, wo wir dann über 3 Stunden Aufenthalt hatten. Aber mit der Gruppe, die auch nach Kamloops geht, war es echt nicht schlimm. Sie sind alle echt cool und wir verstehen uns alle gut. Es sind 12 Leute, die mit Do-It nach Kamloops gehen.
In Vancouver haben wir uns dann zusammen einen Platz gesucht und die ganze Zeit geredet und gelacht. Es war total lustig mit ihnen und die drei Stunden Aufenthalt gingen gut rum. In ein paar Stunden werde ich dann meine Gastfamilie treffen! Ich kann es gar nicht glauben. Aber ich werde es einfach so wie in den letzten beiden Tagen machen: Nicht zu viel nachdenken, einfach machen und genießen!
... link (1 Kommentar) ... comment
Willkommen :)
lottixn, 19:08h
Hey erstmal an alle die das hier lesen! Cool, dass ihr euch dafür interessiert, was ich hier in Kanada so mache.
Ich bin Charlotte, 16 Jahre alt und mache gerade für 10 Monate ein Auslandsjahr. Ich werde euch hier ein bisschen auf dem Laufendem halten, wie es mir so geht, was ich mache, schwierige Zeiten und tolle Erlebnisse, kulturelle Unterschiede die mir auffallen und vieles mehr!
Bevor es losgeht noch ein paar Fakten zum Jahr: Vom 29.08.2019 bis zum 30.06.2020 werde ich mit der Organisation Do-It nach Kanada in den Ort Kamloops in British Columbia gehen. Dort werde ich für ein Schuljahr auf die Valleyview Secondary School gehen.
Ich bin Charlotte, 16 Jahre alt und mache gerade für 10 Monate ein Auslandsjahr. Ich werde euch hier ein bisschen auf dem Laufendem halten, wie es mir so geht, was ich mache, schwierige Zeiten und tolle Erlebnisse, kulturelle Unterschiede die mir auffallen und vieles mehr!
Bevor es losgeht noch ein paar Fakten zum Jahr: Vom 29.08.2019 bis zum 30.06.2020 werde ich mit der Organisation Do-It nach Kanada in den Ort Kamloops in British Columbia gehen. Dort werde ich für ein Schuljahr auf die Valleyview Secondary School gehen.
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